Entnahmeplan: Wie lange reicht dein Geld?
Gib dein Kapital und deine Wunsch-Auszahlung ein. Der Rechner zeigt die Reichweite in drei Renditeszenarien und was passiert, wenn die schlechten Jahre zuerst kommen.
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Entnahmeplan-Rechner
Dein Kapital und deine Entnahme
Nach Kosten. Für eine Mischung aus Aktien und sicheren Anlagen sind 3 bis 5 % eine übliche Annahme.
Was möchtest du wissen?
Inflation
Bei 4,0 % Rendite reicht dein Geld 25 Jahre und 7 Monate.
- Restkapital
- 0 €
- das Depot ist leer
- Insgesamt ausgezahlt
- 494.863 €
- Letzte Monatsentnahme
- 2.051 €
- durch 2,0 % Inflation pro Jahr angehoben
- Kapital bleibt erhalten bis
- 485 € / Monat
- in heutiger Kaufkraft, bei mittlerer Rendite
Rechenweg
Jeden Monat: Kapital minus 1.250 € (steigt jährlich um 2,0 %), Rest wächst mit 4,0 % pro Jahr
Ohne Gewähr, keine Anlageberatung. Dieses Ergebnis ist eine vereinfachte Modellrechnung und kann falsch sein. Die angenommene Rendite ist keine Prognose: Renditen der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft, bei Wertpapieren sind Verluste bis zum Totalverlust möglich. Steuern, Kosten und Inflation sind nur dort berücksichtigt, wo es ausdrücklich dasteht. Prüf wichtige Entscheidungen bitte mit einer unabhängigen Fachperson.
Drei Szenarien nebeneinander
Gleiche Entnahme, die Rendite jeweils 2 Prozentpunkte darunter und darüber.
Vorsichtig · 2,0 %
20 Jahre und 2 Monate
bis das Depot leer ist
Mittel · 4,0 %
25 Jahre und 7 Monate
bis das Depot leer ist
Freundlich · 6,0 %
38 Jahre und 9 Monate
bis das Depot leer ist
Reihenfolgerisiko: Wann die schlechten Jahre kommen, zählt
Beide Fälle haben über 30 Jahre dieselbe Durchschnittsrendite von 4,0 %. Einmal starten sie mit zwei schwachen Jahren (minus 15 % und minus 10 %), einmal kommen genau diese Jahre am Schluss. Weil du in schwachen Jahren Anteile zu niedrigen Kursen verkaufst, wirkt ein schlechter Start viel stärker.
- Schwache Jahre am Anfang
- reicht 18 Jahre und 11 Monate
- Kapital nach 30 Jahren: 0 €
- Schwache Jahre am Ende
- reicht 31 Jahre und 2 Monate
- Kapital nach 30 Jahren: 31.170 €
Die übrigen 28 Jahre rechnen mit 5,29 % pro Jahr, danach mit 4,0 %. Eine Rücklage für zwei bis drei Jahre Entnahmen auf dem Tagesgeld mildert dieses Risiko.
So rechnet der Rechner
Annahmen mit Stand Oktober 2026
Jeden Monat: Kapital = (Kapital − Entnahme) × (1 + m)
m = (1 + Rendite)^(1/12) − 1, Entnahme im Folgejahr = Entnahme × (1 + Inflation)
- Die Entnahme erfolgt zu Beginn jedes Monats, der Rest wächst mit der angenommenen Rendite. Die Rendite versteht sich nach Kosten.
- Mit Inflationsanpassung steigt die Monatsentnahme einmal pro Jahr um die eingegebene Inflation. Als Standard nehmen wir 2 Prozent an.
- „Wie lange reicht das Geld“ rechnet bis höchstens 100 Jahre. Reicht es länger, nennen wir das Restkapital nach 100 Jahren.
- Die drei Szenarien nutzen deine Rendite sowie 2 Prozentpunkte weniger und mehr, jeweils jedes Jahr gleich.
- Das Beispiel zum Reihenfolgerisiko rechnet mit zwei Jahren von minus 15 und minus 10 Prozent. Die übrigen 28 von 30 Jahren sind so gewählt, dass die durchschnittliche jährliche Rendite über 30 Jahre genau deiner Eingabe entspricht.
- Steuern auf Kursgewinne beim Verkauf sind nicht berücksichtigt. Sie verringern die Reichweite, je nach Gewinnanteil und Freibetrag. Stand: Oktober 2026.
Entnehmen ist schwieriger als Sparen
Beim Sparen helfen dir schlechte Börsenjahre sogar ein wenig, weil deine Rate günstig Anteile kauft. Beim Entnehmen dreht sich das um. Jetzt verkaufst du regelmäßig, und in einem Crash bekommst du für jeden Anteil weniger Geld. Deshalb kann dasselbe Depot mit derselben Durchschnittsrendite um viele Jahre kürzer reichen, nur weil die schwachen Jahre gleich am Anfang kommen.
Darum zeigt der Rechner nicht eine Zahl, sondern drei Szenarien nebeneinander. Plane mit dem vorsichtigen Fall und freu dich, wenn es besser läuft. Für Frauen ist das doppelt wichtig: Wir leben im Schnitt länger und haben oft weniger gesetzliche Rente, das Depot muss also länger und mehr leisten.
Praktisch heißt das: Lege dir einen Puffer für zwei bis drei Jahre auf ein Tagesgeldkonto, entnimm in guten Jahren von den Gewinnen und in schlechten aus dem Puffer. Prüfe den Plan einmal im Jahr und passe die Entnahme an, statt stur weiterzumachen. Flexibilität ist beim Entnehmen die beste Absicherung.
Gut zu wissen
Wie viel kann ich monatlich aus meinem Depot entnehmen?
Das hängt von Kapital, Rendite und gewünschter Dauer ab. Wähle im Rechner „Feste Laufzeit“, dann siehst du, welche Monatsentnahme genau für diese Zeit reicht. Eine oft genannte Orientierung aus amerikanischen Studien sind 3 bis 4 Prozent des Startkapitals pro Jahr, inflationsangepasst, für etwa 30 Jahre. Eine Garantie ist das nicht.
Was ist das Reihenfolgerisiko?
Wenn du regelmäßig entnimmst, ist nicht nur die Durchschnittsrendite wichtig, sondern auch, wann gute und schlechte Jahre kommen. Fallen die Kurse kurz nach dem Start, musst du mehr Anteile verkaufen, um dieselbe Summe zu bekommen. Diese Anteile fehlen später bei der Erholung. Der Rechner zeigt den Effekt mit zwei schwachen Jahren am Anfang und am Ende.
Sollte ich die Entnahme an die Inflation anpassen?
Wenn du von der Entnahme leben willst, meistens ja. Sonst kaufst du dir in 20 Jahren bei 2 Prozent Inflation nur noch rund zwei Drittel von dem, was heute möglich ist. Das Geld reicht dann allerdings kürzer, das siehst du direkt im Ergebnis.
Wie schütze ich mich vor einem schlechten Start?
Viele legen zwei bis drei Jahresentnahmen auf ein Tagesgeldkonto und entnehmen in Krisenjahren von dort, statt Anteile billig zu verkaufen. Auch eine etwas kleinere Entnahme in den ersten Jahren oder ein Anteil sicherer Anlagen im Depot dämpft das Risiko.
Hintergrund zum Thema
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